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Der Röhrenbau von Lanice conchilega (Polychaeta): ein Beitrag zur Deutung fossiler Lebensspuren
Seilacher, A. (1951). Der Röhrenbau von Lanice conchilega (Polychaeta): ein Beitrag zur Deutung fossiler Lebensspuren. Senckenb. Marit. 32(1-4): 267-280
In: Senckenbergiana Maritima: Wissenschaftliche Mitteilungen der Senckenbergischen naturforschenden Gesellschaft. E. Schweizerbart'sche Verlagsbuchhandlung (Nägele u. Obermiller): Stuttgart. ISSN 0080-889X, meer
Peer reviewed article  

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Trefwoord
    Marien/Kust

Auteur  Top 
  • Seilacher, A.

Abstract
    Die in der palaontologischen Spurenkunde (Palichnologie) üblidte ökologisch-mechanische Analyse der Spuren-Form ist auch an rezenten Beispielen mit Erfolg anwendbar. Auf diese Weise gelingt es, die Morphologie einer Spur aus ihrer speziellen taxonomisch-physiologischen Bedingtheit herauszulosen und in allgemeinere Zusammenhange einzuordnen. So ergibt sich für die Lanice-Röhre folgende Charakteristik: Wohnbau (kein Freßbau!): Schutzstollen senkrecht zur Oberflache des Substrats (wahrscheinlich im Zusammenhang mit unruhigem Biotop). U-Gang (kein Blindschacht!): "Bewetterungs"-technisch besonders günstiger Verlauf (in Anpassung an das Wasserleben). W-Bau (kein einfacher U-Bau; kein Spreitenbau!): Erweiterungs-Technik besonders spezialisiert (im Zusammenhang mit dem Besitz einer festen Wandung). Lanice-Röhre (keine Chaetopterus-Röhre!): Sandverklebt, mit Reusen-Apparat, schlank, nicht über 5 mm Ø (im Zusammenhang mit der besonderen Ernährungsweise und den Größenverhältnissen der Art). In dieser Weise analysierte Beobachtungen an rezenten Lebensspuren lassen sich auch über den speziellen Formenkreis hinaus in der Palichnologie unmittelbar anwenden.

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